70 Jahre Junge Welt

Geschmäht, ignoriert, fast vernichtet, doch einfach nicht tot zu kriegen – die junge welt hält Kurs von Ralf Richter Doch: Es ist schön, dass es sie noch gibt. Petra Pau, Gregor Gysi und Katja Kipping lieben sie nicht gerade – andere hassen sie gar. Der Umgang mit ihr ist ein Sinnbild für die innere Zerrissenheit




Kanzlerin Merkel: Mein Name ist Kasner – Ich weiß von nix!

von Dr. André Hahn Es war ein denkwürdiger Auftritt von Bundeskanzlerin Merkel am 16. Februar im NSA/BND-Untersuchungsausschuss, der nach 131 Sitzungen seine Beweisaufnahme vorläufig beendete. Dass die sonst recht souverän auftretende Regierungschefin diesmal doch aufgeregt war, zeigte ihr Eingangsstatement, als sie sich mit den Worten: „Mein Name ist Angela Dorothea Kasner“ vorstellte, also ihrem Geburtsnamen,




Entwurf eines neuen Finanzkonzeptes

von Jan-Robert Karas und Bernd Spolwig Der Finanzbeirat hat in der AG Finanzen, die zum 13. Landesparteitages im Juni 2016 berufen wurde, aktiv mitgearbeitet. Er hat der AG Finanzen ein Grundgerüst für ein weiterreichendes, langfristiges Finanzkonzept vorgelegt. Dieses Dokument fand jedoch in der AG Finanzen kaum Beachtung. Das den Mitgliedern der AG Finanzen vorgelegte Abschlussdokument




Als ob die Arbeit bei der Reichsbahn weniger wert gewesen wäre …

Eine ostdeutsche Rentenbiografie von Katja Kipping Vor kurzem kam eine Dresdnerin in mein Wahlkreisbüro und erzählte mir von ihren Erfahrungen mit der Rente. Sie sprach ganz ruhig darüber, dabei hätte ich es mehr als verstanden, wenn sie dabei wütend oder laut geworden wäre. Von 1970 bis 2000 arbeitete sie bei der Bahn. Danach folgten –




Aus der Opposition die Welt verändern?! Wie DIE LINKE in der Region wirken kann

von Caren Lay „Lohnt es sich überhaupt, DIE LINKE zu wählen, ihr seid doch in der Opposition, eure Anträge werden immer abgelehnt, was könnt ihr überhaupt bewirken?“ Solche Fragen begegnen uns an jedem Infostand, jeder Bürgersprechstunde und mit Blick auf den Wahlkampf werden sie sich häufen. Gerade deswegen ist es wichtig, sie beantworten zu können.




„Ich bin eine Dame von Stand!“

von Peter Porsch „… und i bin des Dirndl vom Land.“ So begann ein Dialog, den wir als Kinder immer wieder aufsagten. Es gibt ihn in hunderterlei Variationen verschiedener Längen. Auch die Dialekte des Dirndls wechseln. Die Dame spricht natürlich Hochdeutsch, was ihre Bildung hervorhebt. Die mir bekannte Version ging so weiter: „Ich spreche sieben




Schwierigkeiten mit Gegensätzen

Meinung zu den Beiträgen von Jochen Mattern und Rolf Ziegenbein über Lothar Fritze von Fred Geigers Gegensätzliche Einschätzungen zum gleichen Autor in ein und derselben Zeitung, hier in der Nr. 01-02/2017 von „Sachsens Linke!“ (S. 2) und „Links!“ (S. 9)? Das kann es durchaus geben, da die Rezensenten zwei sehr unterschiedliche Veröffentlichungen von Lothar Fritze




Demokratisches Miteinander im Erzgebirgskreis

von Angela Klier Im Landkreis Erzgebirge versuchen nicht parteigebundene Kräfte, sich in der Gesellschaft zu verankern. Menschenverachtende und antidemokratische Einstellungen sind in großen Teilen der Gesellschaft vorhanden und werden nicht nur durch asyl- und regierungskritische Proteste in der Öffentlichkeit sichtbar. Im Erzgebirgskreis haben Protestbewegungen schon 2015 zu 55 polizeilich bekannten Versammlungslagen geführt, die Mehrzahl davon




Das sächsische Manchester

Zur Bewerbung der Stadt Chemnitz als europäische Kulturhauptstadt 2025 von Tim Detzner und Mike Melzer „Was ist das schon wieder für eine Idee aus dem Rathaus?“, oder „Totaler Nonsens“, oder „Wieder ein flacher und teurer Versuch des Stadtmarketings, sich bundesweit zu blamieren“. So haben sicherlich viele gedacht, als bekannt wurde, dass Chemnitz sich um den




Rettungskräfte in Not

von Simone Hock So könnte man die Situation der Rettungskräfte des DRK in Glauchau beschreiben, die bereits seit vergangenem Herbst im Arbeitskampf stehen. Mirko Schultze, Sprecher der Landtags-Linksfraktion für Rettungswesen, war vor Ort. Bis zu 72 Stunden Arbeitszeit, ein Tarifvertrag, der aus Kann-Leistungen und Ausschlussklauseln besteht und unzureichende Versorgung mit Arbeitsschutzkleidung (Schutzwesten) sind nur einige