Der Geist der »Friedensfahrt« lebt

Ralf Fiebelkorn Etwa 35 Kilometer hinter der deutsch-niederländischen Grenze befindet sich in der Provinz Groningen der Ort Bedum. Der Radsport spielt dort eine große Rolle. So fanden dort in der Region nationale Straßenradmeisterschaften statt. Jährlich gibt es das so genannte „Omloop van Bedum“, in diesem Jahr bereits das 33. Kriterium. Seit 2011 findet es auf




Digitale Revolution und soziale Verhältnisse im 21. Jahrhundert

von Jürgen Leibiger Kolloquium der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen am 4. Juni 2016 in Leipzig Dritte oder vierte Industrieelle Revolution, digitale Revolution oder Industrie 4.0: All diese Kennzeichnungen der Umbrüche im System der produktiven Kräfte reflektieren, dass sich fundamentale Veränderungen in den Produktions- und Lebenswelten vollziehen. Was ist das Bestimmende an diesen Veränderungen? Was bedeuten sie für




Ein neues Schulgesetz

von Werner Kujat Vieles wurde auf dem 13. Landesparteitag gesagt und beschlossen. So auch eine schul- und bildungspolitische Offensive: Geplant wird eine Volksinitiative zum längeren gemeinsamen Lernen bis Klasse 8. Der Zeitpunkt könnte kaum besser gewählt sein, denn seit einigen Monaten liegt ein Entwurf zur Schulgesetzänderung (Stand 2. Mai 2016) vor. Ein kleiner Kritikpunkt: Wir




Der sächsische Volksentscheid über die Enteignung der Naziaktivisten am 30. Juni 1946

von Reinhard Kluge, Rechenberg-Bienenmühle Nur die Ältesten unter unseren Mitbürgern werden sich an diesen Sonntag vor 70 Jahren erinnern, als die Wähler an die Urnen gerufen wurden, um durch Volksentscheid über das „Gesetz über die Übergabe von Betrieben von Kriegs- und Naziverbrechern in das Eigentum des Volkes“ zu entscheiden. Je nach Bedeutung sollten die Betriebe




So viel Grundeinkommen war noch nie

von Ronald Blaschke Die Schweizer Volksabstimmung zum Grundeinkommen hat Deutschlands Öffentlichkeit aufgerüttelt. So viel Grundeinkommen – und zwar differenziert und auch linke Konzepte beleuchtend – war noch nie in hiesigen Nachrichten, Talkshows und Fernsehbeiträgen. Die Verankerung des Grundeinkommens in der Schweizer Verfassung hat „nur“ 23 Prozent Ja-Stimmen bekommen, immerhin fast ein Viertel der Stimmen –




Die (neue) intellektuelle Rechte

von Sven Brajer Trotz subtropischer Temperaturen, sowohl im Freien wie auch in der WIR-AG, versammelten sich am Freitag, den 24. Juni, zahlreiche Gäste, um bei der Podiumsdiskussion der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen zum Thema „Die (neue) intellektuelle Rechte“ den Analysen von Natascha Strobl (Wien) und Stefan Kleie (Dresden) zu lauschen. Erstmals moderierte Sven Brajer vom Arbeitskreis der




Nur MUFL-Entgleisung in Bayern?

von Ralf Richter MUFL – so lautet die Abkürzung in der Behördensprache für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. In Bayern sei ein 17jähriger Afghane (MUFL!) mit einer Axt auf Menschen in einem Zug los gegangen erfahren wir aus den Medien – und möglicherweise sind alle drei Fakten nicht ganz richtig. Wir leben in einer Zeit, wo die



Eine Partei zum Mitmachen … sind wir das?

von Antje Feiks Oft formulieren wir, dass wir eine beteiligungsorientierte Partei sind, eine Partei zum Mitmachen. Ob das so ist, vermag ich nicht abschließend zu beurteilen. Aber: Mir scheint, dass da noch Luft nach oben ist. Gerade in Vorbereitung der Bundestagswahl, aber auch in Nachbetrachtung der Landtagswahl unter Einbeziehung aller Debatten, die wir seitdem geführt




Mindestlohnerhöhung – Von Arbeit muss man leben können

von Sabine Zimmermann Seit 2015 gilt in Deutschland erstmals ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro. LINKE und Gewerkschaften hatten sich jahrelang dafür eingesetzt. Denn seit die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder das Arbeits- und Sozialrecht umgepflügt hatte, war ein großer Niedriglohnsektor entstanden. Immer mehr Menschen arbeiten zu Löhnen, die nicht zum Leben




Austausch über den Gräbern

Seit 1985 gibt es in Zeithain bei Riesa eine Gedenkstätte für 35.000 im sogenannten „Russenlager“ verstorbene Menschen. Es war die erste Gedenkstätte für sowjetische Kriegsgefangene auf deutschem Boden überhaupt. Dass es sie gibt, ist im Wesentlichen der Forschungsarbeit eines Mannes zu verdanken: Egon Förster, Geschichtslehrer und ehemaliger Schuldirektor von Wülknitz, Jahrgang 1928. Er war sowjetischer